Angespielt: Ultracore auf Sega Mega Drive

Angespielt: Ultracore auf Sega Mega Drive

Wer auf Spiele wie Turrican, Probotector oder Blazing Chrome steht, dem wird mit Ultracore ein weiterer Leckerbissen serviert. Es handelt sich dabei um ein klassisches Run’n Gun Spiel aus den frühen Neunzigern. Ultracore gibt es für Sony PlayStation 4, Sony PlayStation Vita, Nintendo Switch und Sega Mega Drive. Wir haben die Mega-Drive-Version einmal Probe gespielt.

Die Geschichte zu Ultracore

Dass Ultracore typisch Neunziger aussieht, kommt nicht von ungefähr. Das Spiel wurde 1994 vom Entwicklerstudio DICE (Digital Illusions Creative Entertainment) unter dem Arbeitstitel Hardcore programmiert, dann aber nicht fertiggestellt. DICE entwickelten zu jener Zeit etwa Pinball Dreams und Pinball Fantasies. Später folgte dann die Battlefield-Serie. Geplant war Ultracore für Commodore Amiga, Sega Mega Drive und Sega Mega-CD. Es galt lange Zeit als verschollen. Strictly Games hat sich die Originaldateien gesichert, den letzten Feinschliff verpasst und nach 25 Jahren veröffentlicht. Aber nicht als Download, sondern als physikalische Version. Besonders erfreulich – für das Sega Mega Drive gibt es das Spiel als Modulversion. Bis zum 30. Juni 2019 ließ es sich im hauseigenen Shop vorbestellen. Schon nach kurzer Zeit waren alle Versionen ausverkauft. Aktuell kann man Ultracore nur noch bei Aktionsbörsen für mindestens 100 Euro erwerben. Zusätzlich kommt man mit dem Mega SG auch in den Genuss von Ultracore. Auf dem FPGA-basierten Mega Drive Remake von Analogue, ist das Spiel bereits vorinstalliert.

Ein sehr umfangreiches und interessantes Interview mit Dennis Mendel, einer der Gründer von Strictly Games, findet sich bei GameszGeneration unter www.gamezgeneration.de/strictly-limited-games/

Spieletest Ultracore für Sega Mega Drive

Man merkt Ultracore definitv an, dass das Spiel noch einmal aufpoliert wurde. Denn der Startbildschirm, die Zwischensequenzen und die Game-Over-Animationen sehen doch recht modern aus. Alles andere ist schön Retro. Soll heißen, dass Ultracore optisch ein typisches Jump’n Run beziehungsweise Jump’n Gun Spiel der 1990er Jahre ist. Grafisch, wie auch vom Soundtrack her. Es gehört allerdings zur Oberklasse und kann sich mit Spielen wie Probotector (Contra) oder Gunstar Heros messen.

Das Spielprinzip ist einfach. Man steuert einen Soldaten, der durch Power-Ups immer stärkere Waffen erhält. Es gilt etliche Aliens und Kreaturen zu besiegen und sich von Level zu Level zu kämpfen. Dank verschiedener Level-Codes, muss man nicht immer von vorne beginnen. Hier schon mal der Code, um direkt bei Level 2 zu starten: BH5DTDVBBCWJ6C6H

Die Spielfigur lässt sich gut manövrieren. Sie reagiert auf die Bewegungen vom Controller ohne merkbare Verzögerung. Die Sprunghöhe ist okay. Die ausgewählte Waffe lässt sich durch Gedrückthalten der entsprechenden Taste am Controller als Dauerfeuer verwenden. Äußerst praktisch. Übrigens: vor dem Spielstart können die Tastenbelegungen (A-B-C) verändern werden.

Ein paar Eigenarten sind beim Spielen allerdings aufgefallen. Die Spielfigur bleibt in einer Richtung stehen, wenn man eine Waffe abfeuert und sich gleichzeitig dreht. Der Schwierigkeitsgrad ist normal und könnte in den ersten Leveln ruhig auch noch einfacher sein. Die Level-Codes sind zu lang. Die Eingabe über den Controller ist zäh und schreckt im ersten Moment ab.

Offizieller Trailer Ultracore (Project Hardcore)

Gameplay Ultracore

Fazit und Empfehlung

Ultracore gehört in jede Mega Drive Sammlung. Mit toller Optik, gutem Sound und ordentlicher Action fehlt dem Spiel nur eins, um eines der besten Spiele zu sein: seine Verfügbarkeit. Denn Ultracore gibt es nur als Modulversion und die ist bereits seit Wochen vergriffen.

Fotos/Trailer: DICE, Strictly Games