Erfahrungsbericht KonsolenKost Online-Shop 2020

Erfahrungsbericht KonsolenKost Online-Shop 2020

Gebrauchte Videospiele, Spielkonsolen und Zubehör – das alles bekommt man nicht nur bei Ebay und Co, sondern auch im Onlineshop von KonsolenKost aus Berlin. Da ich selbst noch nie direkt dort eingekauft habe, war die Zeit reif, um den Shop – und wie sich später herausstellte, auch den Support – ausgiebig zu testen. Meinen ganz persönlichen Erfahrungsbericht gibt es nun hier einmal zum nachlesen.

Der Einstieg: 1-Euro-Schnäppchen

1-Euro-Schnäppchen werden ab und an prominent von KonsolenKost * hervorgehoben. Ich erhielt also eines Tages einen entsprechenden Newsletter, worauf ich mich entschied, dort einmal ein wenig zu stöbern. Und ich wurde fündig. Vor allem für meine bereits betagte Spielkonsole PlayStation 3. Ich bestellte also zig PS3-Spiele, ein paar Atari-Spiele, einen PS3-Controller von Lioncast und Kleinkram, wie Mikrofon, Kabel und Adapterzeugs. Damit kam ich auch über den Wert von 30 Euro, um mich für den kostenlose Versand zu qualifizieren. Jetzt hieß es nur sich als Neukunde zu registrieren und als Bezahlmethode PayPal auszuwählen und klick…

Das war am 11. Januar 2020. Vier Tage später immer noch kein Paket da. Also im Kundenkonto eingeloggt und nachgeschaut. Da stand als Status, dass die Ware noch nicht versendet wurde. Komisch, dachte ich mir. Also fragte ich am 15. Januar über das dortige Kontaktformular nach. Da einen Tag später, also am 16. Januar, noch immer nichts von KonsolenKost zu hören war, schrieb ich den Support info@konsolenkost.de direkt an. Es dauerte 1-2 Stunden und zwei Mails trudelten im Posteingang ein. Hier teilte man mir mit, dass der Fehler an die IT weitergegeben wird und mein Paket noch nicht das Lager verlassen hat. Morgen mehr.

Am 17. Januar kam dann doch eine Versandnachricht, dass meine Bestellung verschickt wurde. Zusätzlich schickte man mir einen Gutschein zur Wiedergutmachung über 10% Rabatt, den ich beim nächsten Kauf bei KonsolenKost einlösten könne. Ab jetzt ging es super schnell, denn bereits am 18. Januar über gab mir ein DHL-Mitarbeiter das Paket. Als ich es auspackte stellte ich fest, dass zwar alle Artikel sicher verpackt und vollzählig waren, allerdings sahen die Kabel teilweise schon sehr gebraucht aus. Sprich schmutzig. Na gut dachte ich mir, die kann man ja säubern. Check.

Doch wie sah es mit einem Funktionstest aus? Schließlich hielt ich so etliche 1-Euro-Produkte in den Händen, welche zum Teil schon einige Jahre auf dem Buckel hatten. Die PS3-Spielen liefen tadellos. Da gab es nichts zu beanstanden, auch wenn hin und wieder ein paar Anleitungen fehlten. Anders sah es hier aus: Beim Scart-Verteiler fehlte ein Pin am Stecker, das Mikrofon war komplett ohne Funktion und der Funk-Controller hatte nur noch 25 Prozent Akku-Kapazität. Letzteres war besonders ärgerlich, da der Controller im Shop ausdrücklich als „Neu“ betitelt wurde. Daraufhin schrieb ich am selben Tag eine E-Mail und teilte dem Support-Team die drei Defekte mit.

Defekt? Dann Retoure

Am 20. Januar erhielt ich die Antwort, dass das eigentlich nicht vorkommen dürfte und ob ich denn mit einer Ersatzlieferung einverstanden wäre. Die drei kaputten Artikel könnte ich behalten. Ich akzeptierte das und bekam dazu am 21. Januar eine Bestätigung Seitens KonsolenKost, dass die Lieferung schnellstmöglich verschickt werden würde. Einen Tag später erhielt ich allerdings die Info, dass das Mikrofon doch nicht mehr lieferbar ist und sie mir einen Euro per PayPal zurückerstatten. Das klappte auch.

Es vergingen zwei Tage und am 24. Januar kam ein neues Paket von KonsolenKost per DHL. Obwohl ich bei meiner Reklamation extra die Produktnummern notierte hatte, befand sich darin ein Scart-Adapter und kein Scart-Verteiler. Aber geschenkt. Auf die Retoure hatte ich jetzt keine Lust mehr. Wer sich jetzt fragt, warum ich so ein Ding überhaupt noch brauche: Retrogaming gefällt mir am Besten mit klassischer Hardware und dazu gehört eben auch ein Röhrenfernseher. Über einen Scart-Anschluß lässt sich ein deutlich besseres Bild aus den Geräten herauskitzeln, als über S-Video oder Antennenkabel. Aber zurück zum Paket. Der neugelieferte Controller hatte noch weniger Akku-Leistung. Besser gesagt hatte er gar keine mehr. Was blieb mir also übrig als den Support erneut anzuschreiben? Auch fragte ich direkt nach, warum man speziell die Controller vorher nicht mal testen würde. Die freundliche Lena löste das Rätsel am 27. Januar dann auf:

„Die Herkunft des Defekts kann ich Dir nicht genau erklären, dafür habe ich den Controller leider zu wenig vor mir. Da dieser aber eine Weile bei uns eingelagert war und er dann im Versand ja ebenfalls einiges über sich ergehen lassen muss, könnte ich mir vorstellen, dass das Innere des Controllers durch irgendeine Art von Trauma beschädigt wurde. Genau kann ich das aber wie gesagt nicht garantieren.“

Ich erhielt dafür noch einmal eine PayPal-Rückzahlung über zwei Euro und dann war die Sache für mich erledigt. Eine erneute Nachlieferung wurde mir nicht angeboten.

Fazit: Kaufen bei KonsolenKost

Hand aufs Herz. Über eine 30-Euro-Bestellung so viel schreiben zu können, hätte ich mir nicht vorgestellt. Vielleicht war es eine dieser Montagsbestellungen oder es waren einfach nur die falschen Artikel im Warenkorb. Ich kann es nicht sagen. Fakt ist, dass ich mit der Support- und auch Liefergeschwindigkeit von KonsolenKost * – erstmal grundsätzlich zufrieden bin. Auch wenn das erste Paket Startschwierigkeiten hatte. Was allerdings überhaupt nicht okay war, ist die Qualität einzelner Artikel. Wenn neu drauf steht, dann sollte es auch technisch neu sein. Zumal wir hier nicht von irgendwelchen No-Name-Produkten sprechen, sondern von Lioncast. Hier habe ich mir deutlich mehr erwartet. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass man bei den Schnäppchenangeboten nicht viel falsch machen kann, wenn es sich hierbei um Spiele handelt. In meinem Fall für die PS3. Alles andere würde ich nicht noch einmal kaufen.

Fotos: Powerkonsolen.de, * Affiliate-Link zu konsolenkost.de